Dienstag, 14. April 2009

Abtei Jumiegès

Eine Sehenswerte Abtei in Frankreich!!

Am 24. Mai 841 wurde das Kloster von der Wikingern niedergebrannt, woraufhin die Mönche die Abtei zehn Jahre lang aufgaben. Einer der geflohen Mönche gelangte nach St. Gallen und ein von ihm mitgebrachtes Antiphonar inspirierte Notker Balbulus zu seinen Sequenzen.

Der Wiederaufbau erfolgte auf Anstoß durch Herzog Wilhelm I. der Normandie durch Mönche aus der Abtei Saitnt-Cyprien zu Poitiers. Um 934 war sie soweit wieder hergestellt, dass sie 12 Mönche aufnehmen konnte.

Der Abt Robert Champart ließ das Kloster 1040 bis 1052 neu bauen, am 1. Juli 1067 wurde die Klosterkirche vom Erzbischof von Rouen in Anwesenheit von Wilhelm dem Eroberer geweiht. Der Chor der Kirche wurde um 1267 bis 1270 restauriert.

1431 war der Abt Nicolas Le Roux aktiv am Prozess gegen Jeanne d’Arc beteiligt.

Während der Religionskriege wurde die Abtei erneut geplündert. Als die Hugenotten, die bereits Rouen, Dieppe, Le Havre und Caudebec verwüstet hatten, vor der Abtei auftauchten, hatten die Mönche, die von Caudebec wussten, das Kloster verlassen. Am 8. Mai 1562 wurde die Abtei Jumièges erneut geplündert. Am 28. Juli 1563 nahm König Karl IX. die Verwüstungen in Augenschein. Er erlaubte den Mönchen, Land zu verkaufen, um ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen, woraufhin sie die Herrschaft Norville für 10.220 Livres an Charles de Cossé, Graf von Brissac verkauften. Nur 17 Mönche kehrten in die Abtei zurück.

1947 wurde das Kloster Eigentum des Staates.

Genug Geschichte wunderschöner Dienstag

wünsche ich euch!

Kommentare:

  1. Die sieht irgendwie aus wie aus einem Gruselfilm als Kulisse :), echt toll! Danke für den Einblick in die Geschichte der Abtei, es ist total interessant, mehr darüber zu erfahren! Für "altes Gemäuer" interessiere ich mich ja sowieso - von daher ist dieser Beitrag von Dir einfach toll!

    Ich wünsche Dir einen guten Start in die neue Woche,
    liebe Grüße,

    Tinchen
    (Katrin)
    :-)

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  2. Ja, diese Abtei ist wirklich einen Besuch wert! Mit ein wenig Fantasie sieht man das Kloster vor dem inneren Auge wie es mal gewesen sein muss. Steht man im Dom/Kirche sind die Dimensionen riesig... und eindrücklich! Also, wann fahren wir?

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  3. Sehr morbide! Die Perspektive und die Wolken...Bedrohlich-gruselig...

    Perfekt getroffen!

    Dir auch einen schönen Dienstag!

    Lilly

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  4. Wow! Faszinierende Geschichte und ich stehe ja auch auf etwas ältere Gemäuer, also etwas älter als ich, lach.... nun wann fahrt Ihr? Ihr könntet mich unterwegs auflesen und mitnehmen, liegt ja quasi auf dem Weg... :)

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  5. Gute Idee,Ist schon eine Weile her seit wir durch Frankreich gedüüüüst sind. Ist ein tolles Land mit viel sehenswerten wie auch traurigen Kapiteln. War sicher nicht das letzte mal dort. :-)

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  6. Sieht ja düster aus dein Foto. Passt aber irgendwie zur Geschichte des Klosters.

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  7. Einfach nur schön - erinnert ein wenig an Marsden und hat mich inspiriert, demnächst doch mal was über Whitby Abbey zu schreiben. :)
    Ich finde es klasse, hier auch die Geschichten zu den Fotos zu lesen.

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